Diese Frage wird gestellt, wenn man einfach in seinen Weblog schreibt "Glücklich ist wer glücklich macht".
Da denke ich mir doch, schau ich ins Lexikon und schreib einfach mal eine Definition hin. Nur so, ist ja einfach.
Könnte man denken, nur muss man zunächst ein Lexikon finden, in dem Glück definiert ist!
Bertelsmannlexikon in 12 Bänden? negativ!
Falkenlexikon, über 2000 Seiten? negativ!
Anscheinend traut sich kein Verlag zu, Glück mit einer einfachen Definition zu belegen. Schau mal in dein Lexikon, ob Glück definiert ist.
Die Enzyklopädie der Philosophie hilft da ein bißchen weiter:
"Glück. Dieser Begriff hat eine Bedeutungsvielfalt angenommen, die sich vom puren Zufall bis zum ewigen Heil erstreckt. Purer Zufall ist das Glück im Glücksspiel, ewiges Heil das der von Gott Erwählten.
Dazwischen liegen noch immer sehr unterschiedliche Fälle des Glücks. Die Evolution ist dank Zufall und Notwendigkeit voll davon. Auch beim Menschen spielt naturgemäß noch mancher Zufall mit: "Glückliche Umstände" scheinen mehr dazu beizutragen, daß ein Leben glückt als etwa ein Handeln nach der Devise, jeder sei seines Glückes Schmied. [...]
In vielen Religionen ist das Glück den "Verdienten" als Lohn vorbehalten. [...]"
Die amerikanische Verfassung fixierte Ende des 18. Jahrhunderts das "Streben nach Glück" als unveräußerliches Menschenrecht."
Ist das jetzt eine Antwort auf die Frage? Nein, diese Frage muss meiner Meinung nach jeder für sich selbst aus seiner individuellen Lebensperspektive und seinen Wünschen heraus beantworten.
Glücklich sein kann aber jeder, wenn vielleicht nicht gerade jetzt, so wartet das Glück aber an der nächsten Weggabelung.
jenspechel - 31. Jan, 17:27